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	<title>Mind the App! &#187; Hausmitteilung</title>
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	<description>Ein Blog über Smartphone-Apps für iPhones &#38; Co.</description>
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		<title>Ipad- und Iphone-Apps deutscher Verlage</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 06:37:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hausmitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[MindTheReview]]></category>

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		<description><![CDATA[

In jeder großen Pause rannten wir in meiner Schulz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/shutterstock-kind-rote-karte-fußball-mädchen-klein.jpg"><img class="size-full wp-image-4809 alignleft" title="shutterstock kind rote karte fußball mädchen klein" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/shutterstock-kind-rote-karte-fußball-mädchen-klein.jpg" alt="" width="300" height="450" /></a></p>
<p>In jeder großen Pause rannten wir in meiner Schulzeit nach unten an eine Gebäudeecke des Gymnasium Canisianum in Lüdinghausen. Dieser überdachte Bereich von vielleicht acht mal 10 Metern mit seinem glatten Steinboden diente uns als Kick-Platz. Wir spielten Fußball, zwei tragende Mauerteile waren die Tore.</p>
<p>Eigentlich ganz einfach. Aber geht es um Regeln, nehmen es Kinder ja oft sehr genau. So musste entschieden werden, was als Ball herhielt: Die eckige, kleine Saftbox? Die schnellere aber weniger berechenbare Plastikflasche der Marke Dreh&amp;Trink? Oder doch ein Tennisball, der für diesen Boden und die kleine Spielfläche viel zu rasant war? Das war der Anfang, zahlreiche andere Dinge waren auch wichtig, zum Beispiel ob der letzte Mann eines Teams automatisch Torwart war oder wie hoch das Tor sein sollte.</p>
<p>Regeln und eingeschliffene Gebräuche können wichtig sein, will man gemeinsam etwas erreichen &#8211; und sei es, Spaß zu haben. Manchmal muss man sich dann auch beugen: Wer nicht nach den Regeln kicken wollte, die von der Mehrzahl der Spieler favorisiert wurde, konnte sich eine andere Beschäftigung suchen.<em> (Foto: </em><a href="http://www.shutterstock.com" target="_blank"><em>Shutterstock</em></a><em>)</em></p>
<p>Womit wir bei Deutschlands Medienhäusern wären.</p>
<p>Die wollen zwar im Internet mitspielen &#8211; aber keine anderen Regeln als die ihren gelten lassen. Das ist nicht neu: Allein schon das Setzen eines Links auf ein anderes Nachrichtenangebot ist seit Anbeginn des World Wide Web zuviel verlangt &#8211; <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2009/01/was-online-chefredakteure-fur-den-investigativen-journalismus-leisten-konnten/" target="_blank">obwohl es den Qualitätsjournalismus fördern würde</a>. Man könnte nun zu der Idee gelangen, 12 Jahre nachdem das Netz seinen Durchbruch im Massenmarkt erlebte, hätten langsam Denkprozesse eingesetzt, die diese Haltung verändern könnten. Aus ausprobiert würden sie beim neuen Hoffnungsträger der Verlage &#8211; dem Ipad.</p>
<p>Zu dieser Idee könnte man gelangen &#8211; und stellte fest, dass jenes grassierende Mismanagement in Zeitungs- und Zeitschriftenhäusern dem wieder einmal im Wege steht. Denn was germanische Medienunternehmen drei Jahre nach dem Start des Iphone (sind es wirklich erst drei Jahre &#8211; wow) erschaffen haben, war dürftig, ist dürftig, bleibt dürftig. Schlimmer noch die Ipad-Apps: Sie sind größtenteils katastrophal schlecht.<span id="more-622"></span></p>
<p>Das vergangene Wochenende war in diesem Punkt für mich ein Augen öffnendes Erlebnis. Denn neben meiner großen Liebe zum <a href="http://www.scpreussen-muenster.de" target="_blank">SC Preußen Münster</a> schlägt mein Herz bundesligatechnisch ja für den HSV. Die Hamburger &#8220;Morgenpost&#8221;, Teil des Reichs DuMont Schauberg, hatte jüngst eine neue Iphone-App für Rauten-Liebhaber auf den Markt gebracht: &#8220;<a href="http://itunes.apple.com/de/app/mein-hsv/id385753417?mt=8" target="_blank">Mein HSV</a>&#8221; kostet einmalig 2,39 Euro und auf Dauer 79 Cent pro Monat.</p>
<p>Diese wäre ich bereit zu zahlen, bekäme ich tatsächlich interessante Informationen. Faktisch aber bietet mir die langsam arbeitende App die Artikel aus der &#8220;Mopo&#8221;, dürre Spielstatistiken (immerhin), einen langweilig geschriebenen Live-Ticker und den &#8220;Reporter-Ticker&#8221;. Bei letzterem schicken die Berichterstatter in einer Mischung aus Blog und Twitter etwas persönlicher gefärbte Nachrichten auf den Markt. Guter Ansatz? Theoretisch.</p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/mein-s.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4811" title="mein s" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/mein-s.jpg" alt="" width="320" height="460" /></a>Praktisch entpuppt sich &#8220;Mein HSV&#8221; als schlecht durchdachte und noch schlechter programmierte 08/15-Lösung. Wir sehen mal davon ab, dass die gesamte App schleichend langsam arbeitet. Aber: Erst nach dem gestrigen Update aktualisieren sich die Nachrichten überhaupt. Wer die Push-Benachrichtigungen eingeschaltet lässt, ist bald genervt. Gestern Nachmittag verkündete die App mir drei Mal in drei Minuten, es gebe eine Neuigkeit aus dem Reporterticker. Welche? Da muss man nachschauen: Es ist die simple Meldung, dass das Derby gegen St. Pauli Sonntags stattfindet. Nicht, dass dies uninteressant wäre &#8211; nur genau das müsste der Text der Push-Meldung sein. Und: Natürlich erschien kurz darauf ein langer Text in den Nachrichten dazu. So bietet &#8220;Mein HSV&#8221; einen höchst überschaubaren Mehrwert, der noch nicht einmal die Zahlung der 79 Cent pro Monat rechtfertigt &#8211; &#8220;Mein HSV&#8221; ist ab sofort ungleich &#8220;Mein Iphone&#8221;.</p>
<p>Das ist typisch für die App-Versuche deutscher Verlage. Sie zeichnen sich auf dem Iphone durch drei Merkmale aus:</p>
<p>1. Lieb-, Konzept- und Ideenlosigkeit<br />
Noch immer warte ich auf eine tatsächlich originelle Iphone-App der Verlage. Ihnen fällt nicht mehr ein, als vorhandene Inhalte lieblos abzulaichen. Es scheint, niemand macht sich Gedanken, wie sich die Idee der Verlagsmarke übertragen lässt auf die technischen Möglichkeiten des Endgerätes. Der Nutzer gar ist vollkommen egal. Was er sich wünschen könnte, was ihn nervt, was ihn begeistern könnte &#8211; interessiert nicht. Die vorhandene Content-Produktion stellt die Grenze der Imaginationskraft.</p>
<p>Zugegeben: Es gab tatsächlich eine interessante Idee: den Style-Locator der &#8220;Gala&#8221;. Kaufräuschige fanden dort eine Liste von Marken, verbunden mit Geschäften, die diese führen und außerdem einen redaktionellen Teil mit den Must-Have-Produkten des saisonalen Modeopfers. Allein: Eine Navigation, die den Nutzer zum nächsten Paul-Smith-Laden in Berlin geführt hätte &#8211; die gab es nicht. Weiter gepflegt wurde die App nicht, wenn ich es richtig sehe, ist sie heute nicht mehr im Appstore vorhanden.</p>
<p><span style="font-size: 13.1944px;">2. Scheiß-Egal-Haltung</span></p>
<p>Einen Tiefpunkt in Sachen Ignoranz ist &#8220;Mein Klub&#8221; aus dem Haus Axel Springer. Sie merken schon: Nicht einmal bei der Namensfindung entwickeln Verlage noch einen Funken Kreativität. Das Konzept gleicht &#8220;Mein HSV&#8221;, war aber vorher da und bietet noch weniger: Der Nutzer stellt sich seinen Lieblingsverein ein und bekommt dann die Nachrichten zu diesem Club, alle stammen dabei aus Bild.de. Wer so blöd ist, dafür Geld auszugeben (die Premium-Version, die keine sonderlich großen Mehr-Inhalte bietet, kostet 2,39 Euro) bekommt aber ebenso wie Gratis-Nutzer in die App geklatschte Texte unter denen jedesmal steht &#8220;Hier gehts zum Bundesliga Forum! Mehr zum HSV&#8221;. Sie ahnen schon: Da geht&#8217;s nirgendwo hin und mehr gibt&#8217;s auch nicht &#8211; denn die Textbausteine sind nicht verlinkt. Für die bei Springer zuständige Donata Hopfen sind das &#8220;<a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/05/next10-no-game-no-change/" target="_blank">Ausnahmen</a>&#8220;. Bei Springer sind Ausnahmen anscheinend die Regel.</p>
<p>3. Technik-Defizite<br />
Die technischen Defizite, mit denen Verlags-Apps auf den Markt kommen sind unfassbar. Nehmen wir eben das Beispiel &#8220;Mein HSV&#8221;: Es kann und darf nicht sein, dass eine nachrichtenorientierte Anwendung nicht vom ersten Tag an die Nachrichten aktualisiert. Punkt. Es kann nicht sein, dass eine Meldung drei Push-Benachrichtigungen auslöst. Ähnliches gab es ja auch bei der Iphone-App der &#8220;Welt&#8221; &#8211; auch sie terrorisierte am Anfang den Nutzer. Dafür mag es gute, technische Gründe geben. Nur werden sie zum einen nirgends erklärt. Zum anderen dürfen diese Erkärungen dem zahlenden Kunden herzlich egal sein: Geld oder Mitleid &#8211; Verlage bekommen nur eins davon.</p>
<p>Man darf festhalten: Ein Lernprozess in Sachen App-Entwicklung ist bei den Verlagen nicht erkennbar. Nun aber verkünden sie die Mehrung des eigenen Wohlstands mit dem nächsten App-getriebenen Produkt, dem Ipad. <a href="http://www.charlierose.com/view/content/10952" target="_blank">Verlage sollten &#8220;beten und Steve Jobs auf Knien danken&#8221; posaunte zum Beispiel Axel-Springer-Chef Matthias Döpfner heraus</a>.</p>
<p>Auch ich glaube, dass sich mit Inhalten auf dem Ipad &#8211; und den kommenden, anderen Tablet-Geräten &#8211; Geld verdienen lässt. Derzeit aber gibt es keinen Grund anzunehmen, dass deutsche Verlage davon profitieren könnten.</p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/handelsblatt-ipad-app.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-4812" title="handelsblatt ipad app" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/handelsblatt-ipad-app.jpg" alt="" width="300" height="400" /></a>So lieferte das Handelsblatt am vergangenen Wochenende eine Ipad-App, die so absurd schlecht ist, dass man an Satire glauben möchte. Sie ist nichts anderes als ein gähnend langweiliger E-Reader, die Technik gleicht größtenteils dem IKiosk von Springer. Nur: Es gibt eben allein ein Produkt.</p>
<p>Nun kann man so einen E-Reader ja machen. Möglicherweise gibt es Menschen, die tatsächlich eine Zeitung auf dem Ipad lesen wollen, ohne das Links oder Seitenhinweise verlinkt sind, mit alten Nachrichten und inaktuellen Börsenkursen. Das Aufsetzen einer solchen App kostet ein paar wenige tausend Euro &#8211; kann man sich leisten. Nur: Der E-Reader von Deutschlands führender Wirtschaftszeitung ist ja nicht mal auf der Höhe der E-Reader-Zeit. Bei jedem Öffnen der App wird nach dem Passwort gefragt; auf die Probeausgabe wird nicht hingewiesen; diese Probeausgabe enthält trotz langem Inhaltsverzeichnis 5 magere Seiten, was den Eindruck erweckt, sie wäre nicht vollständig übertragen worden; die Reaktionsgeschwindigkeit ist lähmend; die Web-Homepage kann geöffnet werden &#8211; doch weder Videos noch externe Links noch der Klick auf Anzeigen ist möglich.</p>
<p>Und als absoluten Tiefpunkt darf der Preis gewertet werden: Eine Ausgabe des digitalen Handelsblatts kostet 2,39 Euro &#8211; 29 Cent mehr als die gedruckte Ausgabe. Natürlich sollen Abonnenten des eigentlichen E-Papers oder der gedruckten Zeitung ebenfalls zahlen.</p>
<p>Ein digitales Produkt, das mehr kostet als sein physisches Gegenstück bei absolut gleicher Leistung &#8211; das ist ökonomischer Unsinn. Einst war das &#8220;Handelsblatt&#8221; die Stimme der ökonmischen Vernunft. Wenn dies ihre Stimme ist, klingt sie wie ein Eunuche im Fieberwahn.</p>
<p>Das gilt ebenso für den &#8220;Spiegel&#8221;, der auch nicht mehr zustande gebracht hat als einen E-Reader, immerhin einen höher entwickelten, der mit der neuesten Ausgabe eine Volltextsuche enthält. Weiterhin aber ist der digitale &#8220;Spiegel&#8221; optisch unappetitlicher als der gedruckte &#8211; und auch das kann nicht sein. &#8220;<a href="http://www.fontblog.de/der-spiegel-auf-dem-ipad-grafische-schlachtplatte" target="_blank">Grafische Schlachtplatte&#8221; schrieb das Fontblog sehr schön.</a></p>
<p>Höchst unterhaltsam ist es dann, die Bewertungen bei Itunes zu verfolgen. Sie starten grundsätzlich positiv. Nach einiger Zeit kommen dann die negativen, die gekontert werden mit positiven, die fast immer darauf hinweisen, man könne die negativen Kritiken nicht verstehen. Tatsächlich findet hier wohl Astroturfing der Verlage oder der Dienstleister statt. Man will ein gutes Startranking und fälscht Kritiken, dann müssen die negativen ausgeglichen werden. Eine Maßnahme, die absehbar nur eine gewisse Zeit funktionieren kann: Denn je häufiger eine App heruntergeladen wird, desto mehr Konter-Kritiken sind nötig.</p>
<p>Die Innovationen kommen derweil von anderen.<a href="http://www.29gps.com/" target="_blank"> 29GPS</a> produziert Ipad-Magazine von anrührender Schönheit. &#8220;<a href="http://itunes.apple.com/us/app/volkswagen-das/id374890289?mt=8" target="_blank">DAS.&#8221; aus dem Hause Volkswagen</a> ist zwar inspriertes Corporate Publishing. Und in Sachen Nachrichten ist <a href="http://www.flipboard.com/" target="_blank">Flipboard</a> die wohl spannendste Innovation: Die Nachrichtenauswahl erledigen meine Twitter- und Facebook-Kontakte. Die von ihnen weitergereichten Links werden in Form von Web-Seiten-Anrissen geöffnet. Dazu gibt es noch einen redaktionellen Teil. Flipboard ist für mich unverzichtbarer Teil meiner Informationsversorgung geworden.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="306" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/v2vpvEDS00o?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="306" src="http://www.youtube.com/v/v2vpvEDS00o?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Ein deutscher Verlag hätte Flipboard wohl nie umgesetzt. Denn dann hätte der Leser ja fremde Inhalte zu sehen bekommen. Und das ist noch immer das Allerallerallerschlimmste, was passieren könnte. Die Verantwortlichen handeln wie schon im Web nach der Maxime: Mein Leser gehört mir. Ein Konzept, das spätestens in dem Moment überdenkenswert erschien, da eine substanzielle Zahl von Menschen durch die Straßen spazierte mit dem Hinweis &#8220;Wir sind das Volk&#8221;.</p>
<p>Denn auch wenn das mancher Verlagsmananger glauben &#8211; und vor allem hoffen &#8211; mag: Das Ipad ist kein abgeschlossener Inhalte-Raum. Es ist so isoliert, wie man es isolieren will. Natürlich lassen sich auch hier Browser-Fenster öffnen, Artikel Twitter oder Facebook verlinken und Diskussionen anstoßen. All das geht &#8211; wenn man es will. Doch die Verlage wollen nicht. Noch immer glauben sie, der Nutzer ließe sich auf ihre Angebote zwingen weil&#8230; na, es ihre Angebote sind. Derzeit gibt es nicht nur keinen Hoffnungsschimmer auf eine Wende, es gibt nicht mal ein rationales Anzeichen dafür. Sie mögen sich weder den Wünschen der Nutzer beugen, noch die Möglichkeiten der Technik erkunden &#8211; und außerdem sollen weiter ihre alten Regeln gelten.</p>
<p>Auch damals im Pausenhof kamen vereinzelt jene, die etwas verändern wollten. Manchmal beugten sie sich scheinbar der Mehrheit und spielten eine kurze Zeit mit. Irgendwann riefen sie dann aus, dass nun eine etwas anderes als das ausgemachte gelte. Das nervte. Und machte das Spiel kaputt. Man vertrieb sie, mit Worten, dann mit Remplern und der Androhung von Handgreiflichkeiten.</p>
<p>Dann verließen sie jene Ecke mit dem glatten Boden. Allein.</p>
<p><object id="helpedia" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="350" height="250" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="contenturl=http://www.helpedia.de/widget/spenden-aktionen/a9313472-a935-11df-85f7-002421b43003.xml?orga_id=d381c11e-3a1a-11de-ba35-001d923935cc&amp;orga_name=Aktion Deutschland Hilft" /><param name="src" value="http://www.helpedia.de/widget/activities/helpedia.swf" /><param name="name" value="helpedia" /><param name="wmode" value="transparent" /><embed id="helpedia" type="application/x-shockwave-flash" width="350" height="250" src="http://www.helpedia.de/widget/activities/helpedia.swf" wmode="transparent" name="helpedia" flashvars="contenturl=http://www.helpedia.de/widget/spenden-aktionen/a9313472-a935-11df-85f7-002421b43003.xml?orga_id=d381c11e-3a1a-11de-ba35-001d923935cc&amp;orga_name=Aktion Deutschland Hilft"></embed></object></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kein Fisch im Kopf &#8211; dank Babelshot</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 10:26:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hausmitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Babelshot]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Vorstellung, sich eine Sprotte in den Gehörgang zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vorstellung, sich eine Sprotte in den Gehörgang zu schieben ist für die meisten Menschen von unterdurchschnittlicher Attraktivität. Also, zumindest war sie es, bis der zu früh verstorbene Douglas Adams <a href="http://bit.ly/chR2db" target="_blank">seine großartige Science-Fiction-Parodie &#8220;Per Anhalter durch die Galaxis&#8221;</a> veröffentlichte.</p>
<p>Dort nämlich taucht der Babelfisch auf. Oder besser: unter &#8211; im Gehörgang. Dort übersetzt er dann jede beliebige Sprache. Und ist der Beweis dafür, dass Gott nicht mehr existiert. Details dazu hier:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/jML2G5_3-uA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/jML2G5_3-uA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Niemals wurde, glaube ich, geklärt, was passiert, wenn der Besitzer des Ohres ein Jucken verspürt und dieses reflexartig beseitigen möchte&#8230; Aber lassen wir die Gedanken an Meeresfrüchtepüree.</p>
<p>Dieser Babelfisch stand namenstechnisch offensichtlich Pate für eine Iphone-App: Babelshot. Dabei geht es nicht, wie Sie vielleicht denken könnten, um das Trinken von Fischen in Schnappsgläsern, sondern um das Übersetzen via Kamera. <span id="more-411"></span></p>
<p><a href="http://www.mind-the-app.de/wp-content/uploads/2010/03/babelshot1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-412" title="babelshot1" src="http://www.mind-the-app.de/wp-content/uploads/2010/03/babelshot1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dazu fotografiert man einen zu übersetzenden Text. Dessen Sprache &#8211; und die Zielsprache, in die übersetzt werden soll &#8211; wird vorher vom Nutzer angegeben. Babelshot behauptet, 50 Sprachen gegenseitig übersetzen zu können, von Afrikaans bis Vietnamesisch.</p>
<p>Anschließend wird der Ausschnitt feinjustiert und anschließend scannt Babelshot die Schrift ein. Das gelingt ganz gut, aber nicht perfekt. Wichtig ist es, den Text gerade von oben zu fotografieren. Selbst dann aber gibt es alle 3 Zeilen einen kleinen Haker. Dieser Scan-Fehler lassen sich dann aber von Hand beseitigen. Es folgt: die Übersetzung mittels Google-Technik.</p>
<p>Das Ergebnis ist bei Deutsch &#8211; Englisch zufriedenstellend. Zum Test hier <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/irak-der-kampf-nach-dem-krieg;2541772" target="_blank">der Beginn einer Reportage aus dem &#8220;Handelsblatt&#8221; über die Wahl im Irak: </a></p>
<p><em>&#8220;Während der Fahrt versucht Imad Kathem Faraj, nicht aus dem Fenster zu sehen. Wie immer, wenn er mit dem Bus ins Zentrum von Bagdad unterwegs ist. Der Blick prallt gegen Rohbeton, dreieinhalb Meter hoch. Die Mauer begleitet ihn wie eine Bildstörung. Der Himmel darüber: eine blassblaue Fläche, zerschnitten von der monotonen Geometrie der Wohnblocks und den Flugbahnen der Militärhubschrauber.<br />
Etwas später sitzt er mit Rima, seiner Verlobten, an einem Teich unter Eukalyptusbäumen und Palmen mitten im Zoo von Bagdad. Faraj, 32, Jahre alt, gedrungen, kurze Haare, ist vor einem halben Jahr zum ersten Mal wieder mit Rima hierher gekommen. Der Krieg schien endlich beendet. Seither flanieren sie hier, wann immer er pünktlich Feierabend hat. Der Zoo ist ein Zufluchtsort.&#8221;</em></p>
<p>Daraus machte Babelshot:</p>
<p><em><a href="http://www.mind-the-app.de/wp-content/uploads/2010/03/babelshot2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-413" title="babelshot2" src="http://www.mind-the-app.de/wp-content/uploads/2010/03/babelshot2-208x300.jpg" alt="" width="208" height="300" /></a>&#8220;During the ride trying not to see Kathem Imad Faraj, from the window. As always, when he travels by bus to the center of Baghdad. The view bounces up against raw concrete, three and a half meters. The wall accompanied him as an image disorder. The sky above it: a pale blue surface, cut by the monotonous apartment blocks and the geometry of the flight paths of military helicopters. A little later, he sits with Rima, his fiancee, in a pond under eucalyptus trees and palm trees in the middle of the zoo Baghdad. Faraj, 32, years old, stocky, short hair, came half a year ago for the first time with Rima first here. The war seemed finally complete. Since then, they wander here, whenever he has time closing time. The zoo is a sanctuary.&#8221;</em></p>
<p>Gut, das ist Englisch auf Klotschen &#8211; aber verständlich. Nun ist die englische Sprache ja relativ offensichtlich. Weshalb vielleicht einer unserer Leser mit Spanisch-Kenntnisse sagen kann, wie er diese Übersetzung findet:</p>
<p><em>&#8220;Durante el recorrido tratando de no ver Kathem Imad Faraj, de la ventana. Como siempre, cuando viaja en autobús hasta el centro de Bagdad. El punto de vista rebota contra concretas primas, de tres metros y medio. La pared le acompaña como un Bildstörtmg. El cielo es el siguiente: una superficie de color azul pálido, cortado por los bloques de apartamentos monótono y la geometría de las trayectorias de vuelo de helicópteros militares. Un poco más tarde, se sienta con Rima, su novia, en un estanque bajo los eucaliptos y palmeras en el centro del parque zoológico Bagdad. Faraj, de 32 años de edad, robusto, pelo corto, ha llegado hace medio año, por primera vez con Rima aquí. La guerra parecía por fin completa. Desde entonces, se desvían aquí, cada vez que tiene tiempo de cierre. El zoológico es un refugio.&#8221;</em></p>
<p><a href="http://itunes.apple.com/de/app/babelshot-foto-ubersetzer/id334194705?mt=8" target="_blank">2,39 kostet der Babelshot derzeit bei Itunes.</a> Wer häufiger Textpassagen übersetzen muss, für den scheint diese Investition definitiv erwägenswert. Schließlich muss er sich das Iphone auch nicht ins Ohr schieben.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Jeff Jarvis&#8217; Liebling-Android-App: Seesmic</title>
		<link>http://www.mind-the-app.de/2010/02/jeff-jarvis-liebling-android-app-seesmic/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 14:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska Bluhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hausmitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[android]]></category>
		<category><![CDATA[jeff jarvis]]></category>
		<category><![CDATA[nexus one]]></category>
		<category><![CDATA[seesmic]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der DLD-Conference in München haben wir den Jeff J [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der DLD-Conference in München haben wir den <a href="http://buzzmachine.com">Jeff Jarvis</a>, Medienprofessor und Buchautor von &#8220;What would Google do&#8221;, gefragt, wie er das Nexus One so findet und welche App er besonders gerne nutzt. </p>
<p><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/N7AT-zexU74&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/N7AT-zexU74&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Danke an Kim Klein</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 15:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hausmitteilung]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einiger Zeit hängt über diesem noch so jungen Bl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einiger Zeit hängt über diesem noch so jungen Blog ein Logo. Die wunderschöne Idee, unseren Namen zu verbinden mit den Grenzen der Londoner U-Bahnsteige hatte die Designerin Kim Klein, die für die Düsseldorfer Werbeagentur <a href="http://niehaus3.de/" target="_blank">Niehaus III</a> arbeitet. Von Kim stammen unter anderem auch das Logo von <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/" target="_blank">Indiskretion Ehrensache</a> und der Kneipe &#8220;<a href="http://www.waschbuett.de/" target="_blank">Waschbütt</a>&#8220;.</p>
<p><a href="http://www.mind-the-app.de/wp-content/uploads/2010/02/mind-the-app-logo.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-230" title="mind-the-app logo" src="http://www.mind-the-app.de/wp-content/uploads/2010/02/mind-the-app-logo-300x101.jpg" alt="" width="300" height="101" /></a></p>
<p>Herzlichen Dank, Kim &#8211; das sieht super aus!!!</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>App &#8211; der, die oder das?</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 20:33:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska Bluhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hausmitteilung]]></category>

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		<description><![CDATA[An Tag sechs unseres Blogs ist es Zeit für eine Klarst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An Tag sechs unseres Blogs ist es Zeit für eine Klarstellung. Immer wieder stoßen wir im Internet auf Menschen, die sich nicht sicher sind, wie es denn nun heißt: Die App? Das App? Oder sogar der App? Zeit für uns, die Macher von <strong>Mind the App</strong>, klarzustellen, wie wir es handhaben und warum.</p>
<p><span id="more-102"></span>App &#8211; das steht kurz für &#8220;Application&#8221; oder im deutschen &#8220;Applikation&#8221;. Natürlich gibt es für dieses Wort auch einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Applikation">Wikipedia-Eintrag</a>, den wir euch nicht vorenthalten können. Das Wort kommt aus dem Lateinischen &#8211; applicare, heißt soviel wie zusammenfügen. Applikation im unseren Sinne steht für eine Anwendung, ein Anwendungsprogramm. Soviel also zur Wortherkunft.</p>
<p>Kommen wir also zur deutschen Grammatik. Applikation ist ein Wort mit -tion am Ende und in der Regel stehen alle Worte mit dieser Endung mit dem weiblichen Artikel, dem &#8220;die&#8221;. Folglich wird auch die Kurzform des Wortes &#8220;App&#8221; mit &#8220;die&#8221; verbunden.</p>
<p>Es heißt also die App.</p>
<p>Noch Fragen?</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mind the App, wtf?</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 12:38:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska Bluhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hausmitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[apple]]></category>
		<category><![CDATA[geolocation]]></category>
		<category><![CDATA[mind-the-app]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo Welt - herzlich willkommen zu dem neuen Blog Mind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Welt &#8211; herzlich willkommen zu dem neuen Blog <strong>Mind the App</strong>, ein Blog, dass sich mit einem Thema beschäftigt, worüber wir im Freundes- und Kollegenkreis in den letzten Wochen so oft diskutierten, dass wir uns dachten: Zu diesem Thema muss ein Blog her!</p>
<p>Um es kurz zu machen: Das Iphone verändert unser Leben. Weil es nie einfacher war, so viele Dinge mit dem Handy zu erledigen. Weil wir mit Hilfe dieses Telefons neue Möglichkeiten der Kommunikation, Interaktion und Information kennengelernt haben und ständig kennenlernen. Allein in Apples App-Store gibt es hunderttausende kleine Applikationen. Spiele, Twitter-Tools, Geolocation-Zeugs &#8211; manche davon sind nützlich, andere schrecklich unnützlich, aber unheimlich erheiternd. In <strong>Mind the App</strong> wollen wir viele dieser Applikationen vorstellen und sicherlich auch bewerten.  Weil wir glauben, dass unser Spieltrieb auch für andere nützlich sein kann.</p>
<p>Viel Spaß &#8211; abonniert unseren <a href="http://feeds.feedburner.com/MindTheApp">RSS</a>- und <a href="http://www.twitter.com/mindtheapp">Twitter</a>-Feed, schreibt uns Kommentare &#8211; wir freuen uns auf eine spannende Diskussion über die neue schöne, erschreckende, abenteuerliche Welt der Apps!</p>
<p><a href="http://blog.franziskript.de">Franziska</a>, <a href="http://www.popkulturjunkie.de/">Jens</a>, <a href="http://www.indiskretionehrensache.de">Thomas</a>, <a href="http://www.mywebwork.de/fiene.tv/">Daniel</a></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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