Ganz schön praktisch: Call a Bike

Sommer in Berlin. 25 Grad, der Plan: Frühstücken auf der Kollwitzstraße. Und wer den Sommer in Berlin kennt, weiß, dass dies die Zeit ist, in dem man die U-Bahnen wegen der fehlenden Klimatisierung doch lieber meiden sollte. Warum also nicht einfach ein Fahrrad leihen? Natürlich gibt es dafür eine iPhone-App.

Schon seit einigen Jahren verleiht die Deutsche Bahn Fahrräder. Der Service nennt sich „Call a Bike“ – je nach Bahncard gibt es Extra-Pauschaltarife und wer keine Pauschale entrichten will, kann sein Fahrrad auch pro Entleihvorgang bezahlen. Dafür muss man ein freies Fahrad finden, eine Telefonnummer anrufen, um einen Freischaltcode zu bekommen, diesen dann eingeben und schon kann die Fahrradtour losgehen.

Die iPhone-App macht das Fahrradleihen nun noch ein bisschen einfacher. Wer die App startet, bekommt erst einmal die freien Fahrräder in der Umgebung angezeigt. Voreingestellt sind 1000 Meter im Umkreis – in Berlins Mitte genügt das, um eine Handvoll freie Fahrräder aufzuspüren. Hat man dann auch wirklich eins gefunden – offenbar verstecken viele Nutzer die Fahrräder in den Hinterhöfen, weil bis ich mein Fahrrad wirklich gefunden habe, habe ich an drei Stellen vergeblich nach einem gesucht – kann man das Fahrrad per Klick entleihen . Der Freischaltcode erscheint, das Schloss öffnet sich und los kann es gehen.

Auch die Rückgabe ist super – einfach wieder aus dem Fahrrad auschecken, wieder erscheint ein Code, eingeben, fertig. Knapp sechs Stunden kosten neun Euro – das ist ok.

Eine Warnung muss ich aber doch loswerden: Die App ist nichts für Leute, die noch nie in ihrem Leben ein Fahrrad bei „Call a Bike“ ausgeliehen haben. Denn ein Newcomer verbringt vor Start die meiste Zeit damit, an dem Fahrrad die kleine Tastatur zu finden, in die man die Freischaltnummer eingeben kann. Mir blieb nichts anderes übrig, als dann doch die Nummer auf dem Fahrrad zu wählen und mich von der Dame an der Hotline navigieren zu lassen.

Call a Bike im iTunes-Store: kostenlos

  • dogfood
    Die App lässt sich übrigens auch für "Stadtrad" in Hamburg nutzen, eine Tochter der DB. Das System arbeitet etwas anders als in Berlin, weil es hier feste Terminals gibt (ca 70 Stück), an denen die Räder entleiht werden können und abgestellt werden müssen. Hier ist übrigens die große Stärke der App, dass man sehen kann, ob am Terminal noch Plätze zum Abstellen frei sind, was nach 17h an vielen Stationen schon problematisch werden kann.


    http://www.stadtradhamburg.de
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